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Transversale Ringe - Schlüsselbein- und Kinn/Kieferband FB08-22

Transversale Ringe - Schlüsselbein- und Kinn/Kieferband

Unser energetischer Körper ist neben längsverlaufenden Meridianen auch von ringförmig angelegten Bändern (straps) durchzogen, die in der Bioenergetik eine besondere Bedeutung erfahren haben. Die Ringe befinden sich vorwiegend im Rumpfbereich, wovon jedes Segment - u.a. bedingt durch die aus dem Rückenmark austretenden Nerven - bestimmte Vital-Funktionen versorgt. Ihre Durchlässigkeit bewirkt, dass Energie auf- oder abwärts fliessen kann. In besonderen Stresssituationen kann sich das korrespondierende Segment verdichten und den vertikalen Energiefluss beeinträchtigen.

In diesem Kurs erforschen wir die Transversalen Ringe des Schlüsselbein- und Kinn-/Kieferbandes.
Der Schultergürtel trägt dazu bei, uns der Welt und dem Gegenüber zu öffnen. Er ist die Verbindung zwischen Kopf und Rumpf – zwischen Denken, Fühlen und Handeln. In der Fähigkeit, Verantwortung zu tragen, können die Schultern auch gerne zum Lastenträger werden. Was daraus als Körperhaltung folgt, ist individuell verschieden. Es geht darum, Spannungen oder Belastungen in diesem Bereich wahrzunehmen und deren bisherigen Umgang damit.

Mit der Kraft und Beweglichkeit des Kiefers können wir zubeissen, kauen, artikulieren, gähnen und schreien. Die Zähne zusammenbeissen oder sich durchbeissen ist eine spannungsreiche Geschichte. Es wirkt sich auf das Hinterhaupt und den 1. Halswirbel aus. Zudem gibt es eine wichtige, auch anatomische Korrespondenz zwischen Kiefer und Becken.
In der praktischen Umsetzung schauen wir uns diese Verbindung an und stärken unsere Basis, um im oberen Bereich freier werden zu können. Aktive Übungen fließen u.a. aus Feldenkrais, der Atemarbeit (Vier Gründe) und eigenem Repertoire ein.

Kurszeiten: Freitag Abend 17.00-20.00 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils von 09.30-17.30 Uhr = 15 Stunden

Kursziele:

  • Integration neuer, querverlaufender Meridiane (Ocean of Streams) und dazugehörige myofasziale Bahnen (Anatomy Trains) in unser Shiatsu-Arbeit
  • eine gelöste, freie Verbindung zwischen Ober- und Unterkiefer empfinden 

  • Lösungsansätze für mehr Gelassenheit in den Schultern anwenden und deren individuelle Behandlungsweise 

  • Becken/Kiefer-Analogie und gegenseitige Beeinflussung kennen

KursleiterIn: Pia Staniek

Wie bist du zum Shiatsu gekommen?
Als Physiotherapeutin in einer Berliner Praxis kam ich 1979 zum ersten Mal in Kontakt mit Shiatsu. Eine Kollegin bot mir eine kurze Shiatsu-Session an, um mich spüren zu lassen, was eine Gruppe mittwochabends in unserer Praxis auf allen Vieren übte. Von aussen betrachtet war es sonderbar, wirkte kindlich und nicht wirklich motivierend. Was mich aber in der kleinen Behandlungsdemo unmittelbar überzeugte, war die Art und Tiefe der Berührung. So wollte ich unbedingt Berühren lernen. Meine Patient*innen sollten dies auch erfahren dürfen. Die hellblauen Linien, die ich vor meinem inneren Auge gesehen hatte, wurden mir erst später beim Lernen der Meridiane erklärbar. Schnell praktizierte ich an meinen Patient*innen Shiatsu, die auch mehr und mehr danach verlangten.

Was ist Shiatsu für dich?
Aus der Physiotherapie kommend bewegt mich im Shiatsu seit Anbeginn die Bedeutung, Klarheit und Einfachheit des Berührens, in dem alles Förderliche enthalten scheint. Anders als in meinem ursprünglichen Beruf hängt hier die Wirksamkeit nicht allein von Wissen und Technik ab, sondern von der Bereitschaft und Fähigkeit, tiefen Kontakt zu ermöglichen. Dieser geht über das Körperliche hinaus und erreicht die Person auch innerlich. Das überrascht nicht selten nach dem ersten Kontakt mit Shiatsu. In meinen Behandlungen und im Unterrichten ist es mir ein wesentliches Anliegen, diese Besonderheit erfahrbar zu machen. In der Verbindung von Ruhe und Bewegung, von Raum und Atem und dem Berührtsein kann sich meines Erachtens das ganz Eigene leichter entfalten und wirken.

Mit was beschäftigst du dich im Moment?
Die Grenzen von Shiatsu sind für mich noch lange nicht erreicht. Shiatsu bietet ein weites Lern- und Praxisfeld, weil jede*r Einzelne meiner Klient*innen einen individuellen Zugang bietet oder braucht – von ihnen lerne ich. Ich wünsche mir, dass Shiatsu in seiner Purheit die Anerkennung erfährt, die ihm gebührt. Es braucht wenig Ergänzendes, wenn uns bewusst ist, dass die Wirk- und Heilkraft in der Berührung selbst und ihrer Qualität liegt. Deswegen müssen Konzepte überprüft werden, ob sie weit genug sind. Geholfen hat mir dabei die Philosophie von Seiki und die Atemarbeit.

Wieso dieser Kurs?
Das Kursthema «Transversale Ringe» mit seinen bisher 3 Teilen fasziniert mich, weil es mehrere Systeme zusammenbringt und den Bogen spannt zwischen Meridianlehre nach Masunaga, Ocean of Streams von Veet Allan und der myofaszialen Anatomie nach Tom Myers. In diesem Kurs findet ein klassisches Beschwerdebild wie verspannte Schultern und Kieferspannung einen eigenen Behandlungsansatz.

Kursnummer
FB08-22
Kursdatum
01. Jul. 2022-03. Jul. 2022
Uhrzeit
17:00 bis 17:30 Uhr
Kursort
Rapperswil AlbuVille
IKT GmbH Rapperswil-AlbuVille
Kontaktstunden
15
Voraussetzungen
Diplomiert
Preis
CHF 520 für Diplomierte
(Diplomierte: CHF 470 bei Nachweis einer KT-Verbandsmitgliedschaft)