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Q&A: Kurzinterview zu Gabriela Glanzmann

Liebe IKT-Freundin, lieber IKT-Freund!

Gabriela Glanzmann begleitet unser Institut schon etwas länger. Sie hat 2021 unsere Ausbildung zur Yoga-Therapeutin abgeschlossen und ist seitdem in Aarberg als Yogalehrerin und -therapeutin tätig.

Wir freuen uns sehr, dass wir die Bernerin seit 2024 als Dozentin für unsere Ausbildung gewinnen konnten. Sie unterrichtet das erste Modul M1 – Yoga-Therapie: ein Prozess. Dieser findet zweimal jährlich in Bern und Rapperswil statt. Damit wird das solide Fundament für alle weiteren Module gelegt. In diesem kurzen Q&A teilt sie, was ihr besonders Freude macht als Ausbildnerin und welche Besonderheiten dieses erste Modul mit sich bringt:

Was lernen Teilnehmende im Modul 1 konkret, das sie sofort in ihrer Praxis oder im Unterricht anwenden können?

Im Anschluss an das Modul 1 können die Teilnehmenden damit beginnen, erste Erfahrungen im therapeutischen Arbeiten zu sammeln. Sie sind in der Lage, therapeutische Einzelsitzungen durchzuführen und in den Grundzügen einen kompletten Therapieprozess zu begleiten. Wir üben Erstgespräche, Zielformulierung, Zwischenevaluierungen und thematisieren den bewussten Abschluss einer Therapie.

Ebenfalls sind alle Grundlagen da, um ein personalisiertes Übungsprogramm gemäss den Therapiezielen zusammenzustellen. Diese Fähigkeiten sind auch im normalen Yogaunterricht wertvoll. Mit diesem Rucksack können die Teilnehmenden besser auf unterschiedliche Bedürfnisse eingehen und Übungen gezielt anpassen, sowie Sequenzen bewusster gestalten.

Was verändert sich im eigenen Unterrichten oder Begleiten, wenn man beginnt, Yoga als therapeutischen Prozess zu verstehen – statt als Abfolge von Übungen?

Aus meiner Erfahrung verschiebt sich der Fokus von der reinen Form eines Asanas hin zum Menschen. Die Kommunikation mit den Teilnehmenden wird zentral. Wir stellen gezielt Fragen und üben uns in echtem Zuhören. Nur so erhalten wir die Informationen, die wir benötigen, um Veränderungen achtsam und sinnvoll zu begleiten.

Yoga wird dadurch mehr ein gemeinsamer Entwicklungsprozess. Nicht die äussere Form steht im Vordergrund, sondern die Wirkung: Was unterstützt? Was stabilisiert? Was fördert Selbstregulation?

Für wen ist Modul M1 besonders wertvoll – auch wenn jemand noch keine therapeutische Erfahrung hat?

Das Modul richtet sich an Yogalehrerinnen und Yogalehrer, die später den Abschluss als Yogatherapeutin oder das Branchenzertifikat bzw. HFP in Komplementärtherapie mit der Methode Yoga anstreben.

Aber auch alle anderen Yogalehrerinnen und Yogalehrer, die Menschen einfach professionell im Einzelsetting oder in kleinen Gruppen bei Veränderungsprozessen begleiten möchten. Es ist keine therapeutische Vorerfahrung nötig, denn die Teilnehmenden erhalten ein Grundverständnis dafür, wie ein therapeutischer Prozess aufgebaut ist und welche Verantwortung damit einhergeht.

Die Ausbildung nimmt Zeit in Anspruch, weshalb hast du dich damals für die Ausbildung entschieden.

Mein Hauptgrund war meine grosse Neugier auf dieses – immer noch neue – Berufsfeld. Ich hatte schon sechs Jahre als Yogalehrerin gearbeitet und erlebt, wie Yoga wirken kann. Ich wollte besser verstehen, wie Yoga in einem therapeutischen Rahmen eingesetzt werden kann.

Die modulare Struktur der Ausbildung passte gut zu meiner damaligen Lebenssituation. Zudem war das Institut die erste Schule in der Schweiz, die mit dem Abschluss das Branchenzertifikat zur Komplementärtherapeutin verliehen hat. Diese fachliche Anerkennung hat mich in meiner Entscheidung bestärkt.

Du bist Mutter von einem Kind, wie ergänzen sich Familienalltag, Yogalehrerin, -therapeutin und die Tätigkeit als Dozentin?

Familie und Beruf miteinander zu verbinden, ist nicht immer selbstverständlich. Meine Tochter ist inzwischen neun Jahre alt und in vielen Dingen selbstständig. Gleichzeitig habe ich das grosse Glück, durch meinen Mann und meine Familie Unterstützung zu erhalten.

Meine verschiedenen Tätigkeiten im Yoga-Bereich empfinde ich als flexible Puzzlestücke. Ich kann Kursformate und Arbeitsmodelle so gestalten, dass sie sich meinen Lebensumständen anpassen – sei es in fortlaufenden Kursen, zeitlich begrenzten Formaten oder einzelnen Workshops.

Diese Gestaltungsfreiheit schätze ich sehr. Sie erlaubt mir, kreativ zu bleiben und unterschiedliche Formate auszuprobieren – und da gibt es durchaus noch einige Ideen (lacht).

Gut zu Wissen:

Das Modul M1 findet zweimal jährlich statt. Jeweils abwechselnd in Bern und in Rapperswil. Die weiteren Module können danach ganz individuell in der Reihenfolge besucht werden. Je nach verfügbarer Zeit, Budget und Lebenssituation.

Hier geht es zum Kurs: Modul M1 – Yoga-Therapie: Ein Prozess