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Wie erreiche ich, dass meine Aufgaben mühelos werden?

Liebe IKT-Freundin, lieber IKT-Freund!

Im letzten Artikel haben wir uns Gedanken über die Ernte gemacht und über das, was wir in unserem täglichen Leben säen und ernten. Dies lässt uns bereits an das kommende Jahr denken und an die Frage, wie es weitergeht. Welche Projekte werden dann auf uns zukommen? Freust du dich schon auf diese neuen Beschäftigungen oder verursachen sie eher ein nervöses Grummeln im Bauch? In diesem Artikel möchten wir uns der Frage annähern, wie sich Aufgaben so gestalten lassen, dass wir sie als etwas Positives und Müheloses wahrnehmen können.

Den initialen Gedanken zu diesem Artikel gab uns das Buch «Effortless – Wie man sich mühelos auf das Wichtigste konzentriert» vom britischen Autor Greg McKeown. Dieser beschreibt, wie wir scheinbar grosse und als schwierig wahrgenommene Aufgaben durch verschiedene kleine Anpassungen zu etwas Angenehmen machen, das wir sogar geniessen können. McKeowns Ideen, um dorthin zu kommen, lauten wie folgt:
1. Fertiges Projekt vorstellen
2. Einzelne, weniger wichtige Schritte auslassen
3. Offensichtliches erkennen
4. Weg in gleichmässige Abschnitte unterteilen
5. Fortschritt erkennen und Dankbarkeit spüren

Wie können wir dieses Vorgehen auf unser tägliches Leben und auf die Komplementärtherapie übertragen? Hier ein fiktives Beispiel:
Andrea möchte sich beim IKT für einen Fortbildung im Bereich bekompetent im Jahr 2023 anmelden. Als sieht, wie viele Kontaktstunden dabei nötig sind, erschreckt sie sich und fragt sich sofort, ob sie diese Zeit hierfür investieren möchte und ob es wirklich so wichtig ist. Bis hierhin ist die Vorstellung für Andrea eher demotivierend. Welche Schritte können hier helfen, die Sicht auf den gewünschten Kurs zu ändern?

1. Andrea stellt sich vor, wie sie den Kurs abschliesst und ein Zertifikat erhält. Sie hat während der Fortbildung nicht nur viel gelernt, sondern auch viel Spass mit den anderen Teilnehmenden gehabt. Ausserdem hat sie im Verlauf des Seminars gemerkt, wie sie selbst persönlich gewachsen ist.
2. Der zweite Schritt besteht darin, die mögliche Mehrarbeit durch Fortbildung und Praxistätigkeit für diese Zeit zu reduzieren. Vielleicht sind 80% auch sehr gut und so braucht es nicht immer 100%.
3. Was ist das Offensichtliche, das Andrea von der Buchung des Kurses abhält? Es ist der Gedanke, dass sie nicht genug Zeit aufbringen kann und dass bestimmt schon viele Wochenenden im Jahr 2023 verplant sind. Bei einem Blick auf den Kalender bestätigt sich jedoch das Gegenteil: Alle Wochenenden, an denen der Kurs stattfinden soll, sind in Andreas Kalender noch frei.
4. Nach vier bewältigten Schritten ist Andrea bereits deutlich positiver gestimmt und nimmt das Kursprogramm unter die Lupe. Sie überlegt sich besonders bei einem grösseren Fortbildungslehrgang, wie sie mit einem Lernaufwand von nur zwei Stunden pro Woche zu Hause all das üben kann, was sie am Wochenende gelernt hat. So liest sie jeden Werktag am Abend 20 bis 30 Minuten die Materialen. Dies ist deutlich angenehmer als zwei Stunden am Stück.
5. Der letzte Schritt für Andrea ist die positive Einstellung zum Projekt. Anstatt negative Gedanken zuzulassen («Das ist mir zu viel! Wie soll ich das jemals lernen? ») konzentriert sie sich auf motivierende und bestärkende Gedanken («Ich bin stolz, dass ich in meiner Professionalität weitere Impulse nun nutzen kann! Ich bin froh, dass ich mit so interessanten Menschen gemeinsam lernen und mich weiterentwickeln kann!»).

Nach der Umsetzung der einzelnen Punkte blickt Andrea nun gänzlich anders auf das Seminar: Sie freut sich auf die Sitzungen, auf die Wiederholung der Inhalte zu Hause und entscheidet sich für die Buchung – voller Vorfreude auf den Kurs, der jetzt mühelos und unterhaltsam scheint.

Natürlich ist der Fall von Andrea fiktiv, jedoch kann es so oder so ähnlich sein. Wir alle kennen doch das Gefühl der Überwältigung, wenn wir einerseits ein grösseres Projekt umsetzen möchten und wir andererseits nicht wissen, wie wir die Sache angehen sollen und ob es nicht sogar zu viel für uns ist. McKeown gibt uns hier sehr interessante Ideen, wie wir uns hier regulieren können. Wenn wir uns das Ziel vor Augen halten, Prioritäten setzen, Unvollkommenheit akzeptieren, genau fokussieren, unseren Weg planen und eine positive, motivierende Haltung einnehmen, lässt sich Frustration vorbeugen und das Projekt wird wie mühelos – effortless.

An dieser Stelle möchten wir dich zum Nachdenken einladen: Welche Aufgaben stehen für dich kommendes Jahr bevor? Bei welchen bist du dir noch unsicher? Kannst du ein paar der beschriebenen Schritte für dich nutzen, damit das Bevorstehende freudvoll bleibt oder gar mühelos wird?

Wir wünschen dir einen guten und mühelosen Start in den letzten Monat des Jahres!
Liebe Grüsse
Claudia Per