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Zuversicht – ein realistischer Optimismus

Liebe IKT-Freunde,

das Thema, das wir im heutigen Artikel behandeln und zu dem wir euch zum Nachdenken einladen möchten, ist die Zuversicht. Zuversicht ist eine Haltung und eine Emotion, die unser tägliches Handeln bestimmt und mit der wir Herausforderungen angehen können. Beim Begriff Zuversicht kommen einem schnell Wörter wie Vertrauen, Hoffnung oder Optimismus in den Sinn, wobei es sich lohnt, die Begrifflichkeiten gegeneinander abzugrenzen.

2018 veröffentlichte der deutsche Wissenschaftsjournalist Ulrich Schnabel das Buch „Zuversicht: Die Kraft der inneren Freiheit und warum sie heute wichtiger ist denn je“. Hier und in etlichen Zeitungsbeiträgen und Interviews beschreibt er seine Sicht auf das Thema, die wir auch in diesem Artikel verfolgen möchten.

Zum Einstieg in ein Interview beim rbb (hier zu sehen) hat Schnabel eine kleine Fabel parat, um sein Bild von der Zuversicht zu verdeutlichen: Drei Frösche fallen in einen Eimer mit Sahne. Der pessimistische Frosch denkt sich: „Hier komme ich nicht mehr heraus“, und ertrinkt in der Sahne. Der optimistische Frosch denkt sich: „Ach, das ist ja kein Problem, ich werde bestimmt gerettet“, und ertrinkt, weil er doch nicht gerettet wird. Der zuversichtliche Frosch – und der ist wichtig für uns – denkt sich: „Das ist eine schwierige Situation, ich sollte alles dafür tun, dass ich hier wieder herauskomme“, fängt an zu treten, bis die Sahne zu Butter wird, und kann sich retten.

Wie im Beispiel mit den Fröschen gilt es also, Zuversicht abzugrenzen vom Optimismus. Während der Optimist gerne ausschliesslich das Positive sieht und auf diese Weise blind für die Gefahr wird, nimmt der Zuversichtliche das Negative wahr und lässt sich darauf ein. Gleichzeitig ist Zuversicht auch nicht identisch mit Hoffnung, denn diese ist stärker christlich konnotiert und weist die Erwartung von Hilfe durch äussere Kräfte hin. Zuversicht ist näher am Menschen und abgelöst von religiösen Ideen. Zuversicht geht vielmehr in die Richtung eines realistischen Optimismus. Es ist wichtig, das Negative oder die Herausforderung zu erkennen und als solche anzunehmen. Daraufhin folgt das aktive Handeln, das dem Menschen ermöglicht, sich selbst zu helfen.

Der Prozess des Erkennens und des Agierens ist es, der die Zuversicht ausmacht. Schnabel weist darauf hin, dass es oft schon hilft, sich im eigenen Denken auf das Hier und Jetzt zu beziehen. Dies verhindert Auseinandersetzung mit hypothetischen und oftmals einschüchternden Herausforderungen, die dann gar nicht eintreten werden – quasi die Angst vor der Angst. Ebenso ist es wichtig, die Realität als solche zu erkennen und zu akzeptieren. Dies gilt für die eigene Situation, aber auch für die unserer Mitmenschen. Jeder und jede von uns hat eine eigene Wahrnehmung und eine eigene Lebensrealität, die wir vielleicht nicht nachvollziehen können, aber die wir sehen und annehmen können. Wir brauchen uns dabei nicht sofort auf ein gewünschtes Ergebnis zu fixieren, das Erkennen und das Handeln sind die wichtigsten Schritte.

Nach dem Einordnen einer Situation können wir dann die Aktionen durchführen, die uns dabei helfen, nach vorne zu kommen. Hierbei kann man seine eigene Unsicherheit überwinden und selbstständig die eigene Wirkungsmächtigkeit entfalten. Dies wiederum führt dann zu Zufriedenheit. Durch diese Formen der Selbstkompetenz und der Ressourcenaktivierung dient die Zuversicht als das, als was wir sie kennen: als Kraftgeber, als Motivator, als positiver Antrieb.

In der Funktion als nach vorne gerichtete Kraft können wir sehen, dass die Zuversicht auch mit einer ganz subjektiven Eigenschaft zusammenhängt, nämlich mit dem Selbstvertrauen. Dieses Grundvertrauen in die eigenen Fähigkeiten, in die eigenen Ressourcen, in die eigene Wirkmächtigkeit und in die eigene Selbsthilfekompetenz führt zu etwas, das Schnabel die „Kunst der Gelassenheit“ nennt. Menschen, die von ihren eigenen Potenzialen überzeugt sind, verfügen über mehr Zuversicht und strahlen demnach Gelassenheit und Ruhe aus, wenn es um die Lösung von Problemen geht. Diese Qualität ist sehr wertvoll, denn sie lässt sich in so vielen Lebenssituationen anwenden und sie färbt auch positiv auf die Mitmenschen ab.

Manch ein Artikel über die Zuversicht würde an dieser Stelle mit einigen semi-weisen Plattitüden der Marke „Kalenderspruch“ aufwarten, wie zum Beispiel „man muss es nehmen, wie es kommt im Leben“, „jeder ist seines Glückes Schmied“, „c’est la vie“ oder „wer an sich glaubt, kann alles schaffen“ – aber das lassen wir hier augenzwinkernd lieber sein. Dennoch gibt es ein paar Gedanken, die wir euch an dieser Stelle mit auf den Weg geben möchten: Das Leben ist immer in Bewegung und es wird immer dazu kommen, dass man mit der einen oder anderen Situation konfrontiert ist. Dabei lohnt es sich, mit Zuversicht, mit Selbstvertrauen, mit Mut an das Vorhaben heranzugehen. Wer das schafft, dem werden neue Chancen und ungedachte Möglichkeiten eröffnet.

Auch für uns beim IKT ist die Zuversicht ein Thema, das uns auf Schritt und Tritt begleitet. Ein Beispiel dazu: Im Oktober werden wir in Rapperswil ein neues Kurszentrum eröffnen. Natürlich wirft dieser Plan Fragen auf wie „Ist jetzt mitten in einer Pandemie der richtige Zeitpunkt für einen solchen Schritt?“. Wir hingegen sagen: Ja! Wir sind zuversichtlich, wir sind uns der Risiken bewusst, wir möchten aber die gegebene Chance nutzen, um uns weiterzuentwickeln und vorwärts zu gehen.
Ein weiteres Beispiel zum Thema Zuversicht aus der Welt des IKT: Unsere geschätzte Kollegin Mona Eichberger wird bald in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Sowohl für sie als auch für uns wird es eine Herausforderung sein, wie die Zukunft anzugehen ist. Aber mit der richtigen Zuversicht werden wir auch diese Aufgaben meistern können.

Zum Schluss möchte ich dir noch ein paar Fragen stellen, die du für dich selbst beantworten darfst: Wo siehst du dich auf dem Spektrum zwischen Pessimist, Zuversichtlichem und Optimist? Was hilft dir dabei, zuversichtlich zu denken? In welchen Situationen hättest du dir mehr Zuversicht gewünscht und warum hat sie da gefehlt? Wie hilft dir Zuversicht dabei, mit den aktuellen Bedingungen und Herausforderungen umzugehen?

Ich wünsche dir einen zuversichtlichen Start in den Mai
Claudia Per

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